Mittwoch, 17. September 2025

Groningen


Und schon wieder ist ein Monat rum, naja mal sehen ob ich die Sommerausflüge hier bis Weihnachten durchbringe...

Nach dem illustren Ausflug nach Philadelphia, ging es wenige Wochen später zur "The 16th International Conference on Advances in Quantitative Laryngology, Voice and Speech Research", kurz AQL, ins wunderschöne Groningen, in den Niederlanden (nein das liegt nicht in Holland).

Die Anreise erfolgte mit dem Flugzeug nach Amsterdam und von dort mit dem Zug nach Groningen


Eigentlich hatte ich auf ein anderes markantes Fahrzeug gehofft (wer mag darf in die Suchmaschine "Koploper NS" eingeben), aber man nimmt was man kriegen kann. 

Gleiches gilt übrigens auch für den Bahnhof, die Zugfahrt endete nämlich schon in Groningen Europapark (ihr habts im Bild bestimmt schon gelesen...). 


Eigentlich auch ganz hübsch, aber dann doch eher zweckmäßig schlicht. 

Der eigentliche Bahnhof in Groningen (oder zumindest die Gleise dort) wird derzeit grundlegend renoviert, daher enden alle Züge einen Bahnhof vorher. Von dort ging es dann mit dem Ersatzbus weiter zur Innenstadt. (Keine Angst Bilder vom Bahnhof gibts später noch)

Auf dem Weg zum Hotel gibts einen ersten Blick auf das Stadtmuseum und die erste Gracht (oder ist das hier ein Fluss?)

 


Ein paar Straßen weiter, begegnete mir dann noch dieser heiße Flitzer

Hier hat man offensichtlich seine Kudengruppe erkannt und tut alles dafür, dass sie nicht aus Deutschland importiertes Warsteiner trinken muss.

Im Hotel angekommen, hab ich dann erstmal mein Poster gebügelt

Nichtmal vier Tage vorher in Californien gedruckt, über Nacht nach East Lansign geliefert, im Koffer nach Europa gereist und kurz vor dem Aufhängen von den Falten befreit,...


... ob sich die Mühe gelohnt hat darf jeder selbst entscheiden, ich finde jedenfalls wir zwei sehen ganz hübsch aus. (ja ok, das Hemd hätte ich vielleicht auch nochmal Bügeln können, aber manchmal muss man Prioritäten setzen)

Neben dem Akademischen Programm und dem gemütlichen abendlichen Bier- und Weinkonsum, gabe es natürlich auch etwas Sightseeing:

 Das Schiff hat scheinbar sein Schutzgelt bei der italienischen Mafia nicht bezahlt, oder jemand anderes fand es notwendig es am Kanalrand einzubetonieren

Ist leider nur ein Fitnessstudio und hat nichts mit Zügen zu tun. Schade 


 

 

Einige meiner ehemaligen Kollegen aus Erlangen haben mich dann doch noch überredet dem temporär funktionslosen Bahnhof einen Besuch abzustatten.



Trotz (oder gerade wegen) der Leere ein doch recht imposantes Bauwerk.

Auch in Sachen Verkehrsberuhigung kann man vielleicht noch was von den Niederländern lernen


Diese Art von Verkehrspoller wäre evtl. auch eine Lösung für die Sandstraße in Bamberg?

Apropo Sand:


Der Stadtstrand war jetzt nicht so gut besucht, gut das Wetter war jetzt auch nicht so besonders.

Kurz vor der Abreise gab es dann nochmal eine schöne Aussicht über die Stadt vom Dach des Gemeindezentrums

 

Und auch eine der zahlreichen Drehbrücken der Stadt zeigt nochmal, dass sie auch große Schiffe durchlassen kann (während der Verkehr auf der Straße zum Erliegen kommt)
Damit hier nicht nur Fotos mit Wolkenhimmel zu sehen sind hier noch zwei Bilder aus Bamberg vom anschließenden Heimaturlaub (das Thema Stadt und Fluss hab ich mal beibehalten)


 Zurück in der Metropole East Lansing. 


Ein Dienstag Abend in den Semesterferien, da steppt der Bär...

... und Fuchs und Hase sagen sich gute Nacht. 

Ach ja, zu guter letzt noch ein Baustellenupdate (Stand Anfang Juli 2025):

 

Die Bodenplatte der Waterchilling Plant ist betoniert, das heißt die Maßnahmen zur Bodenverdichtung sind abgeschlossen, damit wackeln auch die Wände im Büro nun wieder weniger (zumindest für ein paar Tage bis die anderen Baustellen anfangen, aber dazu mehr beim nächsten Mal)

Sonntag, 17. August 2025

Philly

So bevor der August auch schon wieder vorbei ist, versuche ich hier mal wieder ein paar Zeilen "zu Papier zu bringen". Seit dem letzten Eintrag war ich tatsächlich gefühlt durchgehend unterwegs (oder damit ausgelastet den nächsten Trip zu planen). Je nachdem wie weit ich heute (Nacht) mit Schreiben komme, gibts einen großen Rundumschlag, oder dann in "schneller Folge" für jeden Trip einen Blogeintrag. Wenn der Titel irgendwas mit Philadelphia ist, dann hab ich mich wohl für letztere Variante entschieden.

Wir beginnen Ende Mai mit der Reise zum Jahrestreffen der Voice Foundation in Philadelphia.


Jedes Jahr trifft sich alles was Rang und Namen im Bezug auf Stimme hat (oder glaubt zu haben) in Philadelphia im Westin Hotel. (Selfies sind noch immer nicht meine Kernkompetenz)

 

Das sind zunächst einmal natürlich Ärzte und Therapeuten (Sammelbegriff für Nurses, SLPs, Logopäden etc....), aber eben auch Gesangslehrer und (Opern-)Sänger. Daneben gibt es dann auch noch so "ein paar" Forscher und Ingenieure, diese Jahr unter anderem auch mich.

 

Es war tatsächlich sehr schön, mal zu all den "großen Namen" (da zähl ich noch nicht dazu) nun auch mal nicht nur die Gesichter sondern den ganzen Menschen zu sehen und teils auch kennenzulernen. Daneben gab es auch die ein oder andere Begegnung "in meiner Gehaltsklasse" und auch das Wiedersehen mit "alten" Bekannten. Auch meine Leber hat mal wieder etwas Training bekommen (ein gutes Warmlaufen für die nächste Reise in die Heimat). Auch wenn manche Diskussion aufgrund der Unsicherheiten bei der Förderung im akademischen aber eben auch kulturellen Bereich eher nachdenklich gestimmt haben, war doch (oder gerade deshalb) auch eine freudige Stimmung des Wiedersehens zu spüren (auch wenn die größe des Konferenzraumes beeindruckend war, sooo groß ist die Voice Community dann auch wieder nicht und "jeder kennt jeden" wenigstens über ein paar Ecken).

Aber genug der Konferenz, man ist ja schließlich nicht zum Spaß hier. Wenn man schonmal da ist, sollte man sich auch die Stadt anschauen. 

Auch wenn die meisten Straßenzüge in der Nähe des Hotels eher so aussehen...


 ... finden sich auch Ecken, die eher an den "alten Kontinent" erinnern.

 Nicht auslassen darf man natürlich auch einen Besuch bei der Liberty Bell
Und natürlich hab ich mir auch die lokale Spezialität das berühmte Philly Cheesesteak nicht entgehen lassen:
Wobei ich feststellen musste, dass sowohl in der Innenstadt, als auch später am Flughafen (also immerhin n = 2) erschreckend wenig Käse mit erfreulich viel Steak gemischt wird (daneben sind noch Paprika und Zwiebeln enthalten). Das sieht im Internet viel Käsiger aus...

Ich wäre auch nicht Ich, wenn es mich nicht auch zum Bahnhof gezogen hätte. Die zentrale "Suburban" station wirkt allerdings recht düster und verlassen. Das vorhandensein von (wenn ich richtig gezählt habe) 8 Bahnsteigen (je zwei Gleise) lässt aber erahnen, dass es früher einmal mehr los war.


Da sieht man noch die Rücklichter vom Zug den ich leider knapp verpasst hab, ich durfte dann noch etwas über eine halbe Stunde auf den nächsten warten, der mich dann endlich zur 30th Street Station (dem "Hauptbahnhof") gebracht hat. 

Von dort nochmal ein Blick zurück auf die "Innenstadt"


 Auch die 30th street station lässt von außen noch "großartige" Zeiten erahnen...

 ... ist innen aber auch nur noch ein Schatten seiner selbst...


Ich geben zu, Samstag Abend ist jetzt nicht die Hauptreisezeit, aber man stelle sich hier trotzdem mal einen Hauptbahnhof einer deutschen Großstadt vor, da hätte man nicht so viel Platz.

Die Gleisanlagen können sich aber durchaus noch sehen lassen.

Hier sehen wir nur eine Bruchteil, auf dem die nächste Generation der "Hochgeschwindigkeitszüge" für die Ostküste von Alsthom abgestellt ist (sollte eigentlich schon seit ein paar Jahren in Betrieb sein, aber das kennt man ja auch in Deutschland... Wen es interessiert kann ja mal "Acela", "Avelia Liberty" und  "North East Corridor" googeln)

Nach immerhin nur etwa 20 Minuten fuhr dann tatsächlich auch ein Zug vorbei.

Danach hab ich dann allerdings recht zügig meine Sachen gepackt und bin zurück zum Hotel, das Dach eines Parkhauses im Bahnofsviertel, fernab jeglicher (sichtbaren) Überwachungskameras, ist nun nicht umbedingt der Ort in einer Stadt die für ihre Mordraten berüchtigt ist an dem man sich alleine lange aufhalten möchte.

Zurück in East Lansing zeigt sich, dass die Bauarbeiten neben dem Büro weiter vorranschreiten, mitterlweile wird ein weiteres Tiefgeschoss ausgehoben


Beim Popcorn befindet man sich offensichtlich auch im Land der unbegrenzten Geschmaksmöglichkeiten

Da bin sogar ich soweit, dass ich nicht alles probieren muss...

Was ich allerdings mal ausprobiert habe war ein weitere Fahrradausflug. Diesmal zu "Penny the truck eating bridge"

Dabei handelt es sich um eine Eisenbahnbrücke über die Pennsylvania Avenue. Aufgrund ihrer begrenzten Durchfahrtshöhe von 12 Fuß (etwa 4 Meter) ist scheinbar schon der ein oder andere LKW hier stecken geblieben. Laut dem Schild unten neben der Fahrbahn schon 11 LKW dieses Jahr und 90 seit 2001. Von diesen Brücken die auch als "can opener" bezeichnet werden gibt es wohl doch ein paar in den USA. Manche (so auch diese) mit "reltativ großer" Präsenz (für eine Brücke) in den Sozialen Medien. Ich kann in diesem Fall nur jedem empfehlen sich die Google Rezensionen zu dieser Sehenswürdigkeit durchzulesen (und was sonst noch in den ersten paar Treffern auf google zu finden ist), äußerst amüsant.

Der Grund für die geringe Durchfahrtshöhe liegt übrigens in der Lage der Brücke. Wenige meter hinter dem Fotostandpunkt verläuft der Red Cedar River (der fließt auch durch den Campus), daher kann die Straße nicht weiter abgesenkt werden ohne von Grund- (und Fluss-)Wasser geflutet zu werden. Auf der anderen Seite kann die Bahnstrecke nicht weiter angehoben werden, da relativ nahe andere Kreuzungspunkte mit anderen Bahn- und Straßentrassen bestehen und die maximale Steigung die Züge problemlos erklimmen können nunmal limitiert ist.

So mittlerweile ist Schlafenszeit, die weiteren Ausflüge und Reisen gibt es dann "bald" im nächsten (und folgenden) Blogeinträgen. 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 25. Mai 2025

passenden Titel hier einfügen

So bevor der Konferenzsommer (und damit die Reisezeit) losgeht, hier noch mal ein paar Bilder.

Nachdem die Zeit etwas drängt, diesmal etwas unsortiert und vermutlich redaktionell nicht ganz so wertvoll...

Die Politik ändert sich ja noch immer stündlich, sofern spar ich mir die Kommentare dazu.

 

Mittlerweile ist es hier weniger kalt und so ganz langsam stellt sich tatsächlich diese Frage:

Als ich das Foto aufgenommen habe, war die Frage aber ganz eindeutig noch mit YES zu beantworten. (Einige der Studenten waren aber offensichtlich schon anderer Meinung...)

An einem der ersten wärmeren Tage hat es mich dann mit dem Rad zum nahegelegenen Gletscher geführt:


Das sind die Überreste der Rodelbahn die ich euch letztes Mal gezeigt hab.

Im Anschluss gab es nochmal zwei kleinere Wintereinbrüche mit etwas Schnee, zwei verregnete Frühlingswochen, und morgen ist dann "inoffizieller Sommeranfang". Eigentlich wird am Memorial day den gefallenen Soldaten gedacht, aber das Datum hat sich scheinbar auch zum eröffnen der Freibadsaison etabliert...
Das Wetter holt aber eher den verpassten Frühling nach, mehr als 15 °C Tageshöchsttemperatur sind derzeit eher selten.

Um den Unwägbarkeiten des Wetters in Zukunft weniger ausgesetzt zu sein, hat mein Truck nun nach einem Jahr endlich eine Halterung für die Zugfunkantenne bekommen:

Nachdem der Magnetfuß nicht davon zu überzeugen war auf der (nichtmagnetischen) Aluminiumkarosserie zu halten, musste ich da eine extra Platte installieren. In Zukunft kann ich also vor Wind und Regen geschützt im Inneren meines Trucks auf Züge warten.

Bis vor Kurzem wurde auch noch vor Eisglätte im Park gewarnt

Wirkt auf der grünen Wiese dann aber doch eher skurril...

Apropo grüne Wiese: Auch hier lässt man Wiesen für die Insekten und Bienen ungemäht

 

Naja zumindest in der Theorie...
Wobei streng genommen ist die Wiese ja nicht gemäht worden...

An einem verregneten Frühlingssamstag habe ich das R.E. Olds Transportation Museum besucht. Dort ist ausgestellt was die Autostadt Lansing (damals wohl das Wolfsburg seiner Zeit) so an Automobilen hergestellt hat




Und ja man hat neben Autos auch Rasenmäher und andere Verbrennungsbetriebenen Gerätschaften hergestellt.

Dank des vielen Regens und der nun milderen Temperaturen holt die Natur jetzt alles in wenigen Tagen nach was sie in den letzten Monaten verpasst hat. Bis vor kurzem waren hier alle Bäume noch winterlich kahl, zwei Tage später sah das dann so aus


Auf dem letzten Bild ist die ehemalige Eisenbahnbrücke "zu erkennen" die ich euch vor etwa einem Jahr in Natur und Technik schon einmal gezeigt hatte. Mittlerweile wurde hier die Vegetation allerdings etwas gerodet. und der Zugang zu diesem Technikdenkmal deutlich vereinfacht.

Die vereinzelten warmen Tage hab ich dann aber auch genutzt und den Grill aus der Garage auf meinen Balkon verfrachtet. Und es zeigt sich, ich hab damals richtig gemessen, passt wie angegossen...


 ... sogar mit dem vorgesehenen Sicherheitsabständen zu hölzernen Strukturen. Auf der Rückseite hab ich aber zur Sicherheit dann doch eine hitzebeständige Abdeckung über das Balkongeländer angebracht.

 

Zum Abschluss noch ein Baustellenupdate:

Mittlerweile ist mein Büro von drei Seiten von Baustellen umgeben:

Im Westen wird eine neue Tennishalle gebaut, sowie Anschlüsse für die neue Waterchilling plant verlegt.

Die entsteht derzeit im Süden, da wo mal unser Parkplatz war. Die Baugrube hatte ich euch letztes Mal schon gezeigt, mittlerweile ist die Grube etwas tiefer geworden. Die Schläuche im Vordergrund dienen dem Grundwassermanagement.

Und schließlich noch der Osten...
Was sie hier vorhaben entschließt sich noch meiner Kenntnis.

Das Semester ist hier zu ende also wird gebaut bis im August die Studenten wiederkommen.

Das soll es dann auch für dieses Mal gewesen sein, den nächsten Eintrag gibts dann vermutlich frühestens wenn ich vom Heimaturlaub zurück bin, das wird also sicherlich August oder später.

 

 

 

 

 

 

 

Wisconsin

So nachdem es das letzte Mal nach Osten in die Stadt ging, geht es heute nach Westen aufs Land. (Und auch wieder mit "etwas" mehr ...