Sonntag, 17. August 2025

Philly

So bevor der August auch schon wieder vorbei ist, versuche ich hier mal wieder ein paar Zeilen "zu Papier zu bringen". Seit dem letzten Eintrag war ich tatsächlich gefühlt durchgehend unterwegs (oder damit ausgelastet den nächsten Trip zu planen). Je nachdem wie weit ich heute (Nacht) mit Schreiben komme, gibts einen großen Rundumschlag, oder dann in "schneller Folge" für jeden Trip einen Blogeintrag. Wenn der Titel irgendwas mit Philadelphia ist, dann hab ich mich wohl für letztere Variante entschieden.

Wir beginnen Ende Mai mit der Reise zum Jahrestreffen der Voice Foundation in Philadelphia.


Jedes Jahr trifft sich alles was Rang und Namen im Bezug auf Stimme hat (oder glaubt zu haben) in Philadelphia im Westin Hotel. (Selfies sind noch immer nicht meine Kernkompetenz)

 

Das sind zunächst einmal natürlich Ärzte und Therapeuten (Sammelbegriff für Nurses, SLPs, Logopäden etc....), aber eben auch Gesangslehrer und (Opern-)Sänger. Daneben gibt es dann auch noch so "ein paar" Forscher und Ingenieure, diese Jahr unter anderem auch mich.

 

Es war tatsächlich sehr schön, mal zu all den "großen Namen" (da zähl ich noch nicht dazu) nun auch mal nicht nur die Gesichter sondern den ganzen Menschen zu sehen und teils auch kennenzulernen. Daneben gab es auch die ein oder andere Begegnung "in meiner Gehaltsklasse" und auch das Wiedersehen mit "alten" Bekannten. Auch meine Leber hat mal wieder etwas Training bekommen (ein gutes Warmlaufen für die nächste Reise in die Heimat). Auch wenn manche Diskussion aufgrund der Unsicherheiten bei der Förderung im akademischen aber eben auch kulturellen Bereich eher nachdenklich gestimmt haben, war doch (oder gerade deshalb) auch eine freudige Stimmung des Wiedersehens zu spüren (auch wenn die größe des Konferenzraumes beeindruckend war, sooo groß ist die Voice Community dann auch wieder nicht und "jeder kennt jeden" wenigstens über ein paar Ecken).

Aber genug der Konferenz, man ist ja schließlich nicht zum Spaß hier. Wenn man schonmal da ist, sollte man sich auch die Stadt anschauen. 

Auch wenn die meisten Straßenzüge in der Nähe des Hotels eher so aussehen...


 ... finden sich auch Ecken, die eher an den "alten Kontinent" erinnern.

 Nicht auslassen darf man natürlich auch einen Besuch bei der Liberty Bell
Und natürlich hab ich mir auch die lokale Spezialität das berühmte Philly Cheesesteak nicht entgehen lassen:
Wobei ich feststellen musste, dass sowohl in der Innenstadt, als auch später am Flughafen (also immerhin n = 2) erschreckend wenig Käse mit erfreulich viel Steak gemischt wird (daneben sind noch Paprika und Zwiebeln enthalten). Das sieht im Internet viel Käsiger aus...

Ich wäre auch nicht Ich, wenn es mich nicht auch zum Bahnhof gezogen hätte. Die zentrale "Suburban" station wirkt allerdings recht düster und verlassen. Das vorhandensein von (wenn ich richtig gezählt habe) 8 Bahnsteigen (je zwei Gleise) lässt aber erahnen, dass es früher einmal mehr los war.


Da sieht man noch die Rücklichter vom Zug den ich leider knapp verpasst hab, ich durfte dann noch etwas über eine halbe Stunde auf den nächsten warten, der mich dann endlich zur 30th Street Station (dem "Hauptbahnhof") gebracht hat. 

Von dort nochmal ein Blick zurück auf die "Innenstadt"


 Auch die 30th street station lässt von außen noch "großartige" Zeiten erahnen...

 ... ist innen aber auch nur noch ein Schatten seiner selbst...


Ich geben zu, Samstag Abend ist jetzt nicht die Hauptreisezeit, aber man stelle sich hier trotzdem mal einen Hauptbahnhof einer deutschen Großstadt vor, da hätte man nicht so viel Platz.

Die Gleisanlagen können sich aber durchaus noch sehen lassen.

Hier sehen wir nur eine Bruchteil, auf dem die nächste Generation der "Hochgeschwindigkeitszüge" für die Ostküste von Alsthom abgestellt ist (sollte eigentlich schon seit ein paar Jahren in Betrieb sein, aber das kennt man ja auch in Deutschland... Wen es interessiert kann ja mal "Acela", "Avelia Liberty" und  "North East Corridor" googeln)

Nach immerhin nur etwa 20 Minuten fuhr dann tatsächlich auch ein Zug vorbei.

Danach hab ich dann allerdings recht zügig meine Sachen gepackt und bin zurück zum Hotel, das Dach eines Parkhauses im Bahnofsviertel, fernab jeglicher (sichtbaren) Überwachungskameras, ist nun nicht umbedingt der Ort in einer Stadt die für ihre Mordraten berüchtigt ist an dem man sich alleine lange aufhalten möchte.

Zurück in East Lansing zeigt sich, dass die Bauarbeiten neben dem Büro weiter vorranschreiten, mitterlweile wird ein weiteres Tiefgeschoss ausgehoben


Beim Popcorn befindet man sich offensichtlich auch im Land der unbegrenzten Geschmaksmöglichkeiten

Da bin sogar ich soweit, dass ich nicht alles probieren muss...

Was ich allerdings mal ausprobiert habe war ein weitere Fahrradausflug. Diesmal zu "Penny the truck eating bridge"

Dabei handelt es sich um eine Eisenbahnbrücke über die Pennsylvania Avenue. Aufgrund ihrer begrenzten Durchfahrtshöhe von 12 Fuß (etwa 4 Meter) ist scheinbar schon der ein oder andere LKW hier stecken geblieben. Laut dem Schild unten neben der Fahrbahn schon 11 LKW dieses Jahr und 90 seit 2001. Von diesen Brücken die auch als "can opener" bezeichnet werden gibt es wohl doch ein paar in den USA. Manche (so auch diese) mit "reltativ großer" Präsenz (für eine Brücke) in den Sozialen Medien. Ich kann in diesem Fall nur jedem empfehlen sich die Google Rezensionen zu dieser Sehenswürdigkeit durchzulesen (und was sonst noch in den ersten paar Treffern auf google zu finden ist), äußerst amüsant.

Der Grund für die geringe Durchfahrtshöhe liegt übrigens in der Lage der Brücke. Wenige meter hinter dem Fotostandpunkt verläuft der Red Cedar River (der fließt auch durch den Campus), daher kann die Straße nicht weiter abgesenkt werden ohne von Grund- (und Fluss-)Wasser geflutet zu werden. Auf der anderen Seite kann die Bahnstrecke nicht weiter angehoben werden, da relativ nahe andere Kreuzungspunkte mit anderen Bahn- und Straßentrassen bestehen und die maximale Steigung die Züge problemlos erklimmen können nunmal limitiert ist.

So mittlerweile ist Schlafenszeit, die weiteren Ausflüge und Reisen gibt es dann "bald" im nächsten (und folgenden) Blogeinträgen. 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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